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23. 2024, Teil 3 - Ponytour.

  • Autorenbild: Fabiënne van Olderen
    Fabiënne van Olderen
  • 5. Apr.
  • 5 Min. Lesezeit

Weiter geht es mit Teil 3 von 2024, in dem ich das zweite Halbjahr beleuchten werde. Vom Kauf bis zum Verkauf, vom Training junger Pferde bis hin zu einer kleinen Auszeit für die etwas Älteren. Es wird wieder alles Mögliche zu lesen geben.


Juli.

Als ich Jazz kaufte, wusste ich eigentlich schon, dass ich irgendwann auch ein Fohlen von ihr haben wollte. Jetzt, da sie 3 Jahre alt ist, fing ich an, nach einem Hengst für die Deckung zu suchen, aber das war schwieriger als gedacht. Natürlich hatte ich auch einige Wünsche: Er sollte nicht zu weit weg sein, die richtige Größe haben und dazu noch eine schöne Fellfarbe! Schlussendlich kam ich zu dem Beschluss, dass es vielleicht einfacher wäre, selbst einen Hengst zu kaufen. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Hengst, der meinen Wünschen entsprach. Nach einem Aufruf auf Facebook erhielt ich eine ganze Reihe von Angeboten, die ich erst einmal sortieren musste. Schnell stellte sich heraus, dass das meiste, was mir gefiel, weiter weg stand. Ein Fuchsgescheckte Jährlingshengst stand in der Nähe, und ich beschloss, ihn mir zusammen mit einer Freundin anzusehen. Es war ein schön gebautes Pony, das vom Körperbau her super gepasst hätte, aber leider stellte sich heraus, dass er einen enormen Unterbiss hatte, und das will man für die Zucht nicht.

Ich setzte meine Suche fort und beschloss zusammen mit derselben Freundin, dass es vielleicht eine gute Idee wäre, eine Pony-Tour zu machen. Es wurde eine Tour von Tirol nach Salzburg und dann weiter nach Oberösterreich. Wir planten fünf Stopps und wollten dann in der Nähe des letzten Stopps übernachten. Nächsten Monat würden wir losfahren!


Mit Impressive hatte ich wieder angefangen zu reiten, und da sie inzwischen ausgewachsen ist, ist es nun auch Zeit für einen eigenen Sattel. Ich bin ein großer Fan von Sätteln mit austauschbarem Sattelbaum, vor allem bei Zuchtstuten, die sich im Laufe der Jahre doch etwas verändern werden. Ich habe mir bei Krämer einen schönen braunen Sattel gekauft, und der passte wirklich sehr gut.


August.

Bereit für den Ponytour! Anhänger hinter dem Auto, Hunde dabei, also können wir losfahren! Am Samstag früh auf dem Weg zur ersten Adresse, einem Züchter von Mini-Shettys, die alle gescheckt waren. Super süße Fohlen, die in Frage kommenden Hengstfohlen waren dieses Jahr geboren, und wenn ich sie kaufen würde, würde es also noch eine Weile dauern, bis ich ein Fohlen bekäme. Aber ein sehr guter Eindruck, wir behalten sie im Hinterkopf und fahren weiter zur nächsten Adresse. Standort 2 lag ziemlich abgelegen, hoch oben auf einem Berg, mit dem Anhänger war das schon ein bisschen aufregend. Dieser Hengst war 2 Jahre alt und etwas größer, er sprach uns nicht so sehr an; das Verkaufsfoto war schön, aber in echt war er etwas enttäuschend. Außerdem wirkte er ein wenig scheu und wir fanden ihn vor allem irgendwie traurig. Das wäre dann eher eine Rettung gewesen, als dass wir ihn wirklich toll fanden.

Weiter zum dritten. Das war ein American Miniature Horse, ganz schwarz, also nicht direkt das, was ich farblich suchte, aber auf den Fotos und Videos sah er sehr schön aus. Leider stellte sich heraus, dass er ziemlich stark scheuerte, und wir waren uns nicht sicher, ob das nicht Sommerekzem war, und so schied er ebenfalls aus. Der Tag verging wie im Flug und eigentlich wollten wir noch zu Nummer 4 weiter, doch das würde leider nicht mehr klappen, also ließen wir ihn links liegen. Der letzte Halt war auf dem Papier unser Favorit! Ein schwarz-weißer dreijähriger Hengst. Und er enttäuschte nicht. Sie konnten ihn ein wenig longieren, ließen ihn frei laufen und er bewegte sich fantastisch! Eigentlich wussten wir es sofort: Das würde er sein. Am Abend in unserer Unterkunft traf ich die endgültige Entscheidung: Ich würde ihn kaufen. Dieser Hengst hieß Sterntänzer. Am nächsten Tag holten wir ihn ab und durften ihn mit nach Hause nehmen! Zu Hause bekam er schließlich den Namen Star







Weiterhin ritt ich diesen Monat Press etwas weiter, auch Sensation lief gut unter dem Sattel und das Einreiten von Stanley verlief ebenfalls erfolgreich. Er war unglaublich brav und hatte immer Lust zu reiten, er strahlte Vertrauen aus. Sogar so sehr, dass ich mangels Reithose einfach mit kurzen Hosen und Stiefeln aufstieg. Am Ende des Monats konnte ich schon frei mit ihm reiten und wir machten auch unseren ersten kleinen Galopp.


Issy hatte diesen Monat einen kleinen Unfall: Nach dem Reiten stand sie mit den anderen auf der Weide neben dem Reitplatz. Wahrscheinlich fühlte sie sich bedrängt und sprang über den Zaun. Der war etwas zu hoch, und sie hatte sich das Bein daran aufgeschürft – zum Glück nichts Ernstes.


Inzwischen hatte ich beschlossen, Adylano zu verkaufen, und drehte für einen Interessenten ein Video. Ob frei laufend oder an der Longe – es war ihm egal, er machte brav mit, obwohl ihm das alles noch völlig neu war.



Romeo hatte diesen Monat eine heftige allergische Reaktion, die mich ziemlich erschreckt hat. Als ich ihn morgens rausließ, rollte er sich auf dem Boden, sprang dann aber hysterisch wieder auf. Er zitterte sofort am ganzen Körper. Mir war eigentlich sofort klar, dass das nicht gut war. Der Tierarzt kam und gab ihm eine Spritze, die die allergische Reaktion lindern sollte. Er war wahrscheinlich von etwas gestochen worden, wir haben aber nicht herausgefunden, was es war.


Zum Abschluss dieses Monats waren Ilaysha und Incredible natürlich noch auf der Alm, wo es einfach nur schön war!






September.

Issy durfte diesen Monat mit den Pferden vom Kiendlerhof auf die Weide, einfach mal wieder ein richtiges Pferd sein und ein bisschen an Gewicht zulegen, denn das hatte sie nötig.

Ich habe schöne Verkaufsfotos von Adylano gemacht, sodass er nun endlich auch im Internet zu sehen ist.



Die Fohlenvorschau fand wie jedes Jahr wieder in Schwendau statt. Adylano präsentierte sich dort sehr gut und wurde schließlich als Hengstkandidat ausgewählt. Leider machte sich dieser Traum einen Monat später wieder zunichte, als ich einen Anruf erhielt und er doch noch in letzter Minute abgelehnt wurde.




Ich habe einen Longierkurs zum Thema „Longieren von Fohlen“ gegeben. Da ich inzwischen viel mit Adylano geübt hatte, zeigte er sich bei diesem Kurs vorbildlich.


Zu guter Letzt habe ich mir diesen Monat einen neuen Pferdeanhänger gekauft. Zusammen mit Papa haben wir uns einen angesehen. Nächstes Jahr steht die Weltausstellung auf dem Programm, und ich wollte mir dafür einen neuen Anhänger zulegen, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Die Wahl fiel auf einen wunderschönen 2-Pferde-Anhänger von Böckman mit Sattelkammer.


Oktober.

Auf dem Campingplatz habe ich diesen Monat schöne neue Heuraufen bekommen. Drei kleinere für am Reitplatz und einen größeren mit Überdachung für den Paddock. Das ist wirklich toll, denn so mussten die Pferde nicht mehr von einem matschigen Boden fressen, und ich konnte die Futterstellen jeden Tag schon im Voraus für den nächsten Tag auffüllen.

Issy genoss noch die Weide, Finn durfte ich, da es auf dem Campingplatz nun ruhiger war, wieder etwas mehr selbst reiten, und ich trainierte eine junge Stute einer Freundin.



November.

Stanley sollte diesen Monat abgeholt werden; er würde nun in sein richtiges Zuhause in Deutschland ziehen. Noch eine letzte Runde – wie fantastisch er lief! Was für ein großartiges Pferd er doch war, es war so schön, mit ihm zu arbeiten! Ich wusste schon vorher, dass er irgendwann gehen würde, aber dennoch ist es ein schwerer Moment, wenn es dann wirklich so weit ist.


Für Incredible und Ilaysha ist der Alm-Sommer nun endgültig vorbei. Wir bringen sie zu Fuß hinunter, wo sie noch eine Nacht in Mayrhofen und eine Nacht in Schwendau verbringen, bevor sie endgültig nach Hause kommen. Zu Hause müssen sie sich sichtlich erst einmal von dem anstrengenden Sommer erholen.


Dezember.

Der Winter ist da, und damit sind das Jahr und dieser Blog vorbei!


Liebe Grüsse, Fabiënne



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